Dr. Mathias Höschel

Forum Zukunft zur Lage der klassischen Volkspartei – „Wege aus der Krise“

Im dritten und letzten Teil Vortragsreihe „Zur Lage der klassischen Volkspartei – „Wege aus der Krise“ beschäftigten wir uns mit der Frage, welche Mittel und Methoden dazu dienen könnten, die Partizipation in den Volksparteien zu beleben. Nach der Begrüßung durch Dr. Mathias Höschel, reflektierte er kurz die Erkenntnisse der ersten beiden Veranstaltungen.

Den Auftakt machte diesmal Herr Prof. Dr. Martin Morlok. Er referierte über die Chancen und Risiken der digitalen Parteipartizipation. Positiv könne vermerkt werden, dass die Kommunikation unter Abwesenden schneller, billiger und synchron möglich würde. Gerade unter Coronabedingungen sei es so möglich gewesen, den Parteibetrieb aufrecht zu halten. Darüber hinaus könne die innerparteiliche Partizipation gestärkt werden, da die Kommunikation untereinander einfacher sei. Auf der anderen Seite setzt die digitale Kommunikation das Vorhandensein von Geräten und ein gewissen technisches Knowhow voraus. Gerade der hohe Altersdurchschnitt der Parteimitglieder könnte diese Mitglieder daher ausschließen, da sie über beides nicht in erforderlicher Weise verfügen.

Dr. Wolfgang Klitzsch sah in der Verankerung von Politikern in der Gesellschaft und das Wissen um deren Sorgen und Nöten, einen wichtigen Punkt, um Anklang bei den Wählerinnen und Wählern finden zu können. Sie müssten sich ernst genommen fühlen und als selbständige Bürger wahrgenommen werden. Wichtig sei darüber hinaus, dass auch Nichtparteimitglieder die Möglichkeit eingeräumt wird, sich als Quereinsteiger innerparteilich einzubringen. Parteien müssten für externe Kompetenz durchlässig sein.