Dr. Mathias Höschel

6. Forum für Europa mit Sabine Verheyen, MdEP

Europas innere und äußere Sicherheit sowie die Migration standen im Mittelpunkt eines spannenden Vortrags- und Diskussionsabends vor rund 50 Gästen in der Handwerkskammer Düsseldorf. Nach einem Grußwort der Bundestagsabgeordneten Sylvia Pantel, begann die Europaparlamentarierin und Referentin dieses Abends, Sabine Verheyen, Ihrem überzeugenden Plädoyer für ein gemeinsames Europa.

Dabei verdeutlichte Sie, wie immens wichtig es sei, dass die Mitgliedsstaaten nicht nur die eigenen Interessen verfolgen, sondern vor allem Europa als eine Gemeinschaft im Blick haben. Als Beispiel nannte Frau Verheyen hier den Klimaschutz, der einem Staat nicht im Alleingang gelingen könne, sondern nur einem gemeinsamen Europa, das global für die Werte und Vorstellungen der Europäischen Union eintritt.

 

Auch bei den Themen innere und äußere Sicherheit sowie Migration plädierte Sabine Verheyen für grenzübergreifende Zusammenarbeit. Nur durch einen verstärkten Schutz der Außengrenzen könne eine kontrollierte Zuwanderung in Europa stattfinden. Dafür müsse allerdings europäischer gedacht werden, und nicht jeder Staat dürfe auf seinen nationalen Ansprüchen beharren.

Abschließend ging Frau Verheyen auf das Thema Bildung ein. Sie verdeutlichte, dass Ausbildungen europäisch anerkannt werden sollten, um die Abschlüsse vergleichbarer zu machen und den Menschen zu ermöglichen, überall in der EU arbeiten zu können. Außerdem erklärte die Europaparlamentarierin, dass mehr Projekte, wie beispielsweise Auslandssemester oder Reisemöglichkeiten für junge Leute gefördert werden müssen, die ermöglichen, die Kultur anderer Länder kennenzulernen. So könnten vor allem junge Menschen Europa wieder mehr „fühlen“, da sich die Bevölkerung in den letzten Jahren emotional immer weiter von Europa entfernt habe.

 

Im Anschluss an den ausgesprochen informativen Vortrag entstand eine sehr angeregte Diskussion zwischen Frau Verheyen und dem anwesenden Gästen. So wurde der Brexit und dessen Folgen für die Europäische Union ebenso besprochen wie auch die Radikalisierung in Europa.

Sehr intensiv wurde vor allen Dingen noch einmal das Thema der Migration in der Diskussion aufgegriffen. Vor allem sei es hier wichtig, die Fehler auch bei sich zu suchen und das eigene Handeln zu hinterfragen. Man müsse als Deutscher für seine Kultur und Bräuche einstehen anstat zu kritisieren, dass diese mehr und mehr verschwinden, ohne selber etwas entgegenzusetzen.

Abschließend wies ich darauf hin, dass nicht immer pauschalisiert werden dürfe. Man könne nicht sagen „der Migrant“ oder „der Muslim“. Die Herausforderungen, vor die uns die Flüchtlingsströme stellen, können wir nur gemeinsam in einer starken Europäischen Union meistern, in der jede seine Aufgabe hat und diese gewissenhaft ausfüllt.

Auch die nächsten Termine für das „Forum für Europa – Vision und Wirklichkeit“ stehen bereits fest: Am 31.10.2018 wird Philipp Amthor, MdB zu Gast sein und am 12.11.2018 der Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, MdB.